
Mehr Fundament, aber kein Freifahrtschein
Die Weltwirtschaft gewinnt an Stabilität, die Aktienmärkte markieren neue Höchststände – und dennoch bleibt die Gemengelage ungewöhnlich spannungsreich. Der Iran-Konflikt sorgt nahezu täglich für den Wechsel zwischen Entspannungs- und Eskalationshoffnungen, hohe Ölpreise bringen die Inflation zurück auf die Agenda und der gewaltige KI-Investitionsboom wirkt inzwischen weit über den Aktienmarkt hinaus. Das Fundament wird besser. Ein Freifahrtschein für die Märkte ist das aber noch lange nicht.

Fonds- und Strategie-Update Q3 2026
Die Kapitalmärkte stehen vor einem spannenden Sommer: Zinshoffnungen wechseln sich mit Inflationssorgen ab, die Edelmetallmärkte schwanken zwischen sicherem Hafen und Zinsdruck, geopolitische Risiken bleiben ein ständiger Begleiter – und zugleich rückt mit der Saisonalität eine Phase näher, in der Märkte oft anfälliger für Stimmungsumschwünge werden. Doch was davon ist bereits eingepreist, wo lauern Überraschungen – und wie positionieren sich Anleger wirklich?

Sorgsamer Umgang mit Risikokapital angesagt
Die globale Konjunktur sendet im Juli freundliche Signale. Überall auf der Welt zeigen sich Erholungssignale. Und nun springen auch die einstigen Sorgenkinder Deutschland und Euroland mit an. Die Entspannung baut auf ein Ende des Iran-Konfliktes und nachgebenden Rohölpreisen. Wie brüchig dieses Fundament ist, offenbart die jüngste Eskalation im Iran-Konflikt mit dem massiven Bruch der Waffenruhe.

Konjunktur mit Makeln, Märkte ohne Überzeugung
Die globale Konjunktur sendet im Juni wieder freundlichere Signale. Doch die Entspannung ist ungleich verteilt: Während die USA und Asien an Dynamik gewinnen, bleibt Deutschland das Sorgenkind. Gleichzeitig hält der Ölpreis den Inflationsdruck hoch und rückt die Notenbanken erneut in den Mittelpunkt. Für Anleger ist das ein Umfeld, in dem die Kurse zwar steigen können, die strategische Überzeugung aber auffällig schwach bleibt.

Zwischen-Erholung und Inflationsdruck
Die Märkte haben sich vom Angstschub des Frühjahrs erholt, doch die strategische Überzeugung der Anleger bleibt brüchig. Während Deutschland konjunkturell weiter auf einem negativen Sonderweg unterwegs ist, sorgen steigende Inflationserwartungen und hohe Ölpreise für neue Spannungen an den Zinsmärkten. Für Anleger wird der Mai damit zu einem Monat der Differenzierung – und nicht der Sorglosigkeit.
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