Die Anleger haben lange Zeit einen Konjunkturabschwung erwartet. Nun scheint die Angst vor Zöllen & Co abzuebben. Hat der heiße Sommer an den europäischen Börsen eine Fata Morgana erzeugt? Sämtliche Warnungen werden von Marktkommentatoren „weggedrückt“.

Negieren hilft aber nicht und hat häufig unliebsame Marktreaktionen zur Folge. Wir positionieren uns auf einen turbulenten Herbst.

Deutschland kann keinen Fußball mehr spielen, keine Flughäfen bauen und auch die Fähigkeit, ehrenvoll zurückzutreten (Jogi und Horst), scheint abhanden gekommen zu sein. Die alternativlose Formel „Weiter so“ hat sich in unsere Gesellschaft eingeschlichen. Der Dieselskandal und die Migranten-Diskussion sind Spiegelbild einer nie dagewesenen Hilflosigkeit, die sich auch an den Märkten breit macht. 

Die saisonal schwierige Phase steht an den Aktienmärkten bevor. Wie 2008 und 2011 besitzen die Anleger derzeit nur ein geringes Grundvertrauen. Das ist aus Sicht der sentix-Analyse kein guter Kaufzeitpunkt. Der Gewinn liegt im Einkauf - und günstige Einstiegsgelegenheiten bieten die Märkte in Stressphasen.

Rentenanlagen bringen praktisch keinen Zins und voll auf Aktien zu setzen, ist aus Risikoüberlegungen oft nicht opportun. Multi-Asset-Fonds sind daher die Absatz-Renner im Zinstal.

Das Kalkül dahinter ist relativ einfach: Der Fondsmanager ist nicht mehr nur auf eine Assetklasse beschränkt, er kann grundsätzlich viele Ertragsquellen nutzen. Die Sache hat nur einen Haken.