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Verheißungsvoller Start in ein "unkontrollierbares" Jahr

13. Januar 2026

Das Jahr 2026 ist gestartet und wartet gleich mit kräftigen Kursbewegungen auf. Aktien- und Edelmetallbesitzer erfreuen sich an kräftigen Kurssteigerungen, während die Stimmung bei den Kryptowährungen angespannt bleibt. Auch wenn der Start geglückt ist, bleiben viele Fragezeichen für die Anlageperspektiven 2026.

Strategische Einschätzung (Januar 2026)

In die Strategie fließen mittelfristige Indikatoren ein, deren Veränderungen einen Prognosezeitraum von 6-9 Monaten abdecken. Wir betrachten hierbei die Ebenen Makro (Konjunktur), Risikoradar, Saisonalität sowie Marktbreite / technische Faktoren.

Makro: Nicht nur die Aktien zeigen zum Jahresstart ihre freundliche Seite, auch das Makrobild hellt sich deutlich auf. Zwar sind die Verbesserungen bei Lage- und Erwartungen, vor allem in Deutschland und Euroland, keineswegs so groß, dass man von einem völlig neuen Bild sprechen könnte. Aber der Höhenflug der Aktien erhält etwas mehr Substanz und eine mögliche Fallhöhe wird abgemildert. Für die Regionen Asien ex Japan und Lateinamerika können wir von einem fundierten Aufschwung sprechen und einer Aktienmarktlage, die gut vom Makrobild untermauert ist. Speziell Lateinamerika, was bereits seit der Amtsübernahme von Javier Milei in Argentinien im Fokus steht, kommen mit dem Mercosur-EU-Freihandelsabkommen und der US-Intervention in Venezuela weitere Faktoren hinzu, welche die Konjunkturerwartungen positiv beeinflussen.

In Euroland bleiben die Lagewerte noch negativ, aber immerhin nehmen die Erwartungen etwas Fahrt auf. Das ist angesichts der Allzeithochs am Aktienmarkt leider nur ein "Nachlaufen" der Makrodaten hinter der Kursentwicklung. Zu wenig für ein Kaufsignal, aber eine Abschwächung des zuvor negativen Bildes. In den USA sind die Lagedaten robust, aber die Erwartungswerte nur leicht positiv. Hier bleibt die Schere zwischen sehr hohen Aktienpreisen und schwachem Konjunkturmomentum, oder die von uns im November analysierte Diskrepanz zwischen Main Street und Wall Street, noch bestehen.

Enttäuschend ist die Makrolage für japanische Aktien. Nicht nur, weil hier das Makromomentum aktuell am schwächsten ist, sondern vor allem auch die monetäre Unterstützung relativ gering ist.

Für die Industrierohstoffe sowie Rohöl sind die globalen Verbesserungen im Konjunkturbild allerdings positiv. Die Trends könnten sich hier fortsetzen. Gold dagegen verliert an Unterstützung. Zum einen, weil die Anleger die Inflationserwartungen reduziert haben und zum anderen, weil diese auch die Erwartungen an die Notenbanken reduzierten. Die Luft wird dünn für den Anlagestar des letzten Jahres.

Exkurs: Wir empfehlen Ihnen die Lektüre unseres umfangreichen Jahresausblicks 2026 als Ergänzung zu unserer Monatsstrategie

Die Zinsmärkte haben dagegen einen ruhigen Jahresstart durchlaufen. Doch das Makrobild bietet einiges an Zündstoff für die Zinsmärkte im weiteren Jahresverlauf. Denn das Ausbleiben von Notenbank-Zinssenkungen sowie eine robustere Konjunktur könnten die Zinsauftriebskräfte wieder verstärken. Zumal wir angesichts der sehr festen Tendenz an den Rohstoffmärkten den Inflationsoptimismus der Anleger nicht teilen.

Einen vollständigen Report zum sentix Konjunkturindex können Sie hier abrufen

Im sentix Risikoradar (s. nachfolgende Grafik) beginnen sich die Risiken am Aktienmarkt neu aufzubauen. Diese resultieren sowohl aus einem Anstieg der Stimmungswerte also auch aus markttechnischen Faktoren (überkaufte Marktlage). Allerdings sind diese Risikowerte noch nicht kritisch. Die Trends können sich noch etwas weiter ausbauen.

Etwas prononcierter sind die Risiken bei Gold, welches nicht nur überkauft ist und eine gute Stimmung aufweist, sondern auch eine erhöhte Anlegerpositionierung. Noch hält sich das Grundvertrauen der Anleger auf relativ hohem Niveau. Der zunehmende Verlust an Makrounterstützung könnte sich aber schon bald bemerkbar machen.

Der Yen, unser Favorit seit längerer Zeit, bleibt zwar anfällig für Korrekturen. Bislang bleiben diese aber weiter aus.

Chart: sentix Risikoradar (Stand 09.01.2026)
sentix Risikoradar (09.01.2026)

Unter saisonalen Aspekten steht der Jahresanfang bei Aktien und Bonds meist unter positiven Vorzeichen. Allerdings ist die Periode Mitte Januar bis Mitte Februar oftmals etwas holprig bei Aktien. Ein wichtiges Datum im ersten Quartal ist die März-Monatsmitte ("Iden des März"), welche oft als Impulsgeber für die meist positive Aktienmarktentwicklung im April ist.

Bei Bonds flacht das Interesse meist Ende Januar ab, kritisch wird es am Zinsmarkt aber meist erst um das Osterfest herum.

Gold, Silber und Platin sind in der Regel die ersten beide Monate im Jahr sehr freundlich, bevor dann eine längere Dürreperiode beginnt.

Taktische Signale

Über das Sentiment und den Strategischen Bias erhalten wir kurzfristige Signale für die Märkte. Diese decken einen Prognosezeitraum von 6-12 Wochen ab und werden modell-orientiert bewertet.

Im taktischen Bereich geben die Modelle nach wie vor keine Impulse für höhere Investitionsquoten in Aktien. Im Gegenteil: die Schwäche im strategischen Grundvertrauen bleibt bestehen.

Chart: sentix Sentiment US-Aktien (bullish und bearish %)
US-Aktienmarkt Sentiment (bullish und bearish %)

Die geringe Zahl an Bären im aktuellen Sentimentbild ist ebenfalls ein Vorzeichen für eine bestenfalls seitwärts-gerichtete Kursentwicklung. Allerdings baut sich der Optimismus nur langsam auf, die Irritation der Anleger ist hoch. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer kognitiven Dissonanz. Die Anleger zeigen sich von dem freundlichen Jahresstart überrascht und bringen diesen Jahresauftakt nicht unbedingt mit ihrem Makro- und Strategiebild überein. Das stützt einerseits kurzfristig den Markt. Andererseits sind vor allem die Profis meist in einer neutralen Position und leiden nur begrenzt unter den steigenden Preisen.

Bei Edelmetallen bleibt das Grundvertrauen hoch und die Stimmung ist trotz des Höhenfluges noch nicht überreizt. Das spricht in Verbindung mit dem Saisonmuster noch für etwas Potenzial.

Bei Bonds gibt es unverändert keine Einstiegssignale zu vermelden. 

Zusammenfassung

Die strategischen und taktischen Signale werden additiv berücksichtigt und ergeben die finale Positionierung, welche sich in den sentix-Fonds wiederfinden.

Wir können nicht ausschließen, dass die aktuellen Markttendenz noch etwas anhalten, bei Edelmetallen und im Rohstoffbereich wohl etwas eher als bei Aktien. Unter Risk/Return Gesichtspunkten ergibt sich jedoch keine gute Gelegenheit für einen Einstieg. Vielmehr ist das einzige Argument, die eigene Dissonanz durch ein beherztes Hinterherspringen zu beseitigen. Das erscheint uns aber dennoch vor dem Hintergrund der aktuellen Gesamtdatenlage nicht wirklich sinnvoll.

Im Prinzip ähnlich ist die Lage bei Edelmetallen. Wenn man sie hat, kann man sie noch halten, auch wenn vor allem bei Gold die Makrounterstützung nachlässt. Für einen Einstieg fehlen allerdings die klaren Indikationen.

 

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